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Schrocken  (Höhe: 2281m)

Hochmölbing  (Höhe: 2336m)

Überschreitung eines aussichtsreichen Bergkammes über Hinterstoder

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 Rotschirr
 Gemeindealpe, Ötschergräben

Region: Totes Gebirge
Charakter: anspruchsvolle Bergwanderung, die genügend Ausdauer erfordert
Klettersteig mit Schwierigkeit A-B in Nordkamm des Schrockens.
Ausgangspunkt: Bergstation Höss-Express (Höhe 1857m, GPS: N47 40.019 E14 10.500)
Gehzeit: 7:30 Stunden
  Aufstieg: Schrocken 1:45 Stunden, Hochmölbing 45 Minuten
Abstieg: Kleinmölbing 45 Minuten, Hochmölbinghütte 45 Minuten, Türkenscharte 1:30 Stunden, Parkplatz Bärental/Hinterberg 2:00 Stunden
Gesamtdauer inkl. Pausen: 9:05 Stunden
Höhenunterschied: nach oben: 1075m, nach unten: 2280m
Einkehrmöglichkeit: Berggasthof Höss (Höhe: 1840m, Homepage, www.hoessalm.com)
Hochmölbinghütte (Höhe: 1684m, Homepage: www.hochmoelbinghuette.at)
Jausenstation Schafferreith (Höhe: 1149m)
Beschreibung:
Hochmölbing mit Blick auf Spitzmauer und Großer Priel
Hochmölbing mit Blick auf
Spitzmauer und Großer Priel
Oft nimmt man sich eine besondere Wanderung vor, dann wird es wegen eines schlechten Wetter nichts mehr. Einige Jahre später wird man auf einen Tourenbericht wieder daran erinnert, dass man dort eine Bergwanderung vorhat. So war es in diesem Fall. Mit einem kleinen Abstecher nach Kirchanschöring erreichten wir zwei, Hans und ich über Kirchdorf und St. Pankraz (Ausfahrt Pyhrn-Autobahn) den Wintersportort Hinterstoder. Im Herbst ist es dort angenehm ruhig und bietet für gestresste Leute einiges zum Entspannen.
Nach der Übernachtung im Stoderhof ging es früh morgens zu Talstation Höss-Hutter. Bei der Auffahrt mit der Seilbahn blickten wir im Stodertal auf ein dichtes Nebelmeer. Von den Hutterböden aus erreichten wir sodann mit den Höss-Express und an der Bergstation unseren Ausgangspunkt auf Höhe 1857m. Dort angekommen, waren wir bereits von der Aussicht auf das Tote Gebrige, mit Spitzmauer und den Großen Priel fasziniert. Unser Aufstieg verlief zuerst entlang des Speichersees zu einer Aussichtskanzel, dann weiter aufwärts zu einer Zweiten, von der wir das Dachsteingebirge im Südwesten ausmachen konnten. Dann von dort kurz abwärts und auf dem Schrockenkamm hoch. Auf halben Weg zum Gipfel erwartete uns ein Klettersteig mit Schwierigkeit A-B, den wir gekonnt meisterten. Erste Schwierigkeiten gab es mit etwa 15cm bis 20cm hohen Schnee, auf dem wir leicht ausrutschten. Am Schrockengipfel angekommen, machten wir dort eine kurze Rast und genossen die Sicht auf Rottenmanner, Wölzer und Seckauer Tauern. Blickten wir nach Westen, war ein dunkles Wolkenband im Kommen, was fürs erste nichts Gutes verhieß. Nach der Pause gingen wir die weiteren Gipfeln an (Weg-Nr. 281), zuerst die Kaminspitze (2316m), dann die Kreuzspitze (2327m) und mit leichten auf und ab zum Höchmölbing (2336m) und zum Mittermölbing (2318m), die insgesamt in gut einer Stunde erreicht waren. Nachdem wir einige Gipfelfotos gemacht hatten, wanderten wir auf den Südwestkamm weiter zum Kleinmölbing (2160m). Sodann ging es gleich weiter abwärts zum Windloch und in die Hochmoorebene mit einigen kleinen Seen. Wir folgten den Markierungen zur Hochmölbinghütte abwärts, wo es die erste Einkehr gab. Über das kleine Fenster zur Küche versorgten uns die Wirtsleute Petra und Edgar mit den guten Speisen und einigen Krügerln Bier gegen unseren Durst. Langsam gefiel es uns dort, nachdem immer mehr Sonne zwischen den Wolken raus kam. Laut Wanderbeschreibung hatten wir noch 3:30 Stunden zum Parkplatz Bärenalm vor uns, was bedeutete, dass wir mit Beginn der Dunkelheit diesen erreichen werden. Wir verließen bald die Hütte zu den Sumperalmhütten (1755m) hoch und wanderten auf den Fernwanderweg 09 (auch Weg-Nr. 280) zum Grimmingboden (1496m) abwärts. Von weiten hörten wir dabei die Brunftschreie zweier Hirsche. Nach Durchqueren des Talbodens ging es zur Graßeckalm und zur Türkenscharte (1741m), wo die Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark verläuft. Dann weiter abwärts zur Bärenalm und zur Peterhoferalm, wo es bei einer Wassertränke rechtsseitig zum Talweg ging. Dieser verlief zum Katzengraben hin mehr im Matsch, danach weiter auf festen Weg zur Jausenstation Schafferreith. Hinter der Scheune ging uns Abstieg weiter, wo ich wegen der Dunkelheit jetzt wegen der guten Lesbarkeit mehr auf mein GPS-Gerät achte als auf die Karte. Anhand der integrierten Karte folgten wir den markierten Abstiegsweg zum Parkplatz Bärenalm / Hinterberg.

   Bilder zur Wanderung (3/3/4)

GPX-File
Karte (www.GeoFinder.ch)
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