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Klausenberg  (Höhe: 1554m)
Predigstuhl  (Höhe: 1494m)
Heuraffelkopf  (Höhe: 1504m)
Abereck  (Höhe: 1461m)
Zellerwand  (Höhe: 1413m)
Zellerhorn  (Höhe: 1360m)
Hammerstein  (Höhe: 1278m)

Abenteuerliche Überschreitung von sieben Berggipfeln des Klausenkamms

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 Laubenstein
 Riesenberg
 Spielberg

Region: Chiemgauer Alpen
Charakter: sehr anspruchsvolle Bergwanderung,
Trittsicherheit und Schwindelfreiheit im Bereich Zellerwand und Zellerhorn erforderlich - nur bei trockenem Wetter gehen!
Seilsicherungen im nordseitigen Abstieg des Zellerhorns
Ausgangspunkt: Aschau, Festhalle (Höhe 625m, GPS: N47 46.025 E12 19.316)
Gehzeit: 6:00 Stunden
  Aufstieg: Elland Alm 1:15 Stunden, Klausenhütte 1:15 Stunden, Klausenberg 15 Minuten
Überschreitung: Predigtstuhl 15 Minuten, Heuraffelkopf 30 Minuten, Abereck 15 Minuten, Laubenstein Alm 15-20 Minuten, Zellerwand (Gipfelkreuz) 30 Minuten, Zellerhorn 10-15 Minuten, Hammerstein 15 Minuten
Abstieg: Hofalm 30 Minuten, Parkplatz Festhalle 30-40 Minuten
Gesamtdauer inkl. Pausen: 7:45 Stunden
Höhenunterschied: 1211m
Einkehrmöglichkeit: Hofalm (Höhe: 970m, Do Ruhetag, geöffnet von Juni bis Ende September)
Beschreibung:
Heuraffelkopf
Blick vom Heuraffelkopf
auf Chiemsee und Kampenwand
Immer wieder findet man interessante Berichte im Web, die in Bergwanderbüchern kaum zu finden sind, so die Überschreitung des Klausenkammes. Mit dem Auto ging es früh morgens nach Hohenaschau, wo es vom Parkplatz Festhalle zu zweit los ging. Unseren Aufstiegsweg erreichten wir in Hammerbach, kurz nach dem Kohlenbarrenhaus. Hier ging es im Wald leicht aufsteigend den breiten Wanderweg zur Ellandalm hoch. Als kleines Hindernis hatten wir unterwegs die Überschreitung des Hammerbaches. Bei einer kleinen Rast an der Alm betrachteten wir die zackigen Felsspitzen der Zellerwand. Wir folgten den roten Markierungen zu einer Schotterstraße aufwärts, diese cirka 5-10 Minuten weiter bis zu einem linksseitigen Abzweig. Ein schmaler Pfad (von Kühen abgetreten) führte uns fast ebenerdig zu Angerer-Alm. Von dort ging es auf den rot markierten Pfad zum Klausen weiter aufwärts. Immer wieder fiel uns dabei die Blumenpracht entlang unseres Weges auf. An der vom Verfall fortgeschritten Klausenhütte, machten wir unsere nächste Rast. Wir rätselten, warum eine solch schön gelegene Hütte aufgegeben wurde. Unseren ersten Berggipfel, der Klausenberg (1554m) war von Rastplatz in wenigen Minuten erreicht. Ein von Grünspan überzogenes Gipfelkreuz erwartete uns am höchsten Punkt der heutigen Kammüberschreitung. Für uns ging es kurzerhand den Pfad weiter abwärts, wo wir nach 15 Minuten den Predigtstuhl (1494m) erreichten. Wir folgten einen abgetreten Pfad (rote Markierung an Steinen) weiter entlang des Kammes. Nach einiger Zeit merken wir, dass wir an unseren dritten Berg, den Heuraffelkopf (1504m) vorgehen würden. Weglos ging es den Hang und dann auf einer schmalen Spur zum Gipfelkreuz hoch. Eine aus Frasdorf kommende Wanderin empfing uns an diesen idyllisch gelegenen Platzerl. Zusammen ging es über den Abereck (1461m) und weiter zu den Laubenstein-Almen abwärts. Während unseres Abstieges und auch später hörten wir aus Richtung der Zellerwand einen Tompeten-Dreiklang. Unterhalb des Laubensteins folgten wir von der höchstgelegenen Almhütte eine Spur zur Zellerwand hinüber, die aber bei den ersten Bäumen bald endete. Weglos ging es zum westlichen Teil der Zellerwand hoch. Hier folgten wir nach Überqueren eines Zaunes einer schmalen Spur in östlicher Richtung, die nur schuhbreit im steilen Hang verlief. Im Auf und ab ereichten wir den höchsten Punkt der Zellerwand (1414m) und bald darauf auch das etwas tiefer gelegene Gipfelkreuz an der Jägerwand. Hier trafen wir auf die drei Musiker, mit denen wir uns einige Zeit unterhielten. Danach ging in der nordseitig gelegenen Rinne vorsichtig und trittsicher abwärts und weiter zum Zellerhorn (1360m), wo wir eine längere Rast machten. Dabei genossen wir die Paradeschau auf das Kampenwand- und Geigelsteingebiet. Mit Hilfe des vom Gipfel abwärts führenden Seils ging es gesichert etwa 40 Höhenmeter abwärts (I. Schwierigkeitsgrad). Dann wenig später steil durch einen Kamin (Seilversicherung) abwärts und folgten den freigelegten Pfad im dichten Wald zum Hammerstein (1278m). Sodann im nordostseitigen Kamm weiter (teils weglos) abwärts, wo wir die Hofalm erreichten. Wir freuten uns auf die Einkehr in der Almhütte, wobei wir nicht gerechten hatten, dass dort am Donnerstag ein Ruhetag ist. Über den beschilderten Wanderweg E4 (auch mit Nr. 26 angegeben) ging es mit einigen Abkürzern entlang der Schotterstraße nach Aschau abwärts und zu unseren Ausgangspunkt unterhalb der Burg Hohenaschau zurück.

Insgesamt war die Tagestour sehr abwechslungsreich, wobei im Bereich der Zellerwand jeder Tritt zu beachten war.
Wer den kompletten Klausenkamm (inkl. Brandelberg 1516m und Zinnenberg 1565m) gehen möchte, sollte eine Übernachtung im Spitzsteinhaus, Riesenhütte oder Frasdorfer Hütte einplanen.

   Bilder zur Wanderung (3/3/2)

GPX-File
Karte (www.GeoFinder.ch)
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