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Östlicher Latemarturm  (Höhe: 2842m)

Auf den Klettersteig entlang den Felsspitzen des Latemar


Region: Dolomiten
Charakter: anspruchsvolle Bergwanderung, mit leichten bis mittel schweren Klettersteigabschnitten
Ausgangspunkt: Obereggen, Bergstation Oberholz (Höhe 2096m, GPS: N46 22.301 E11 32.571)
Gehzeit: 06:15 Stunden
  Aufstieg: Latermarhütte / Rifugio Torre di Pisa 1:30 Stunden, Rotlahnscharte / Forcella dei Campanili 1:00 Stunde, Östlicher Latemarturm 1:00 Stunde
Abstieg: Biwak 45 Minuten, Rotlahnscharte / Forcella dei Campanili 30 Minuten, Gamsleitenpass 30 Minuten, Bergstation Oberholz 1:00 Stunde
Gesamtdauer inkl. Pausen: 7:10 Stunden
Höhenunterschied: 1180m
Einkehrmöglichkeit: Pisahütte / Latemarhütte / Rifugio Torre di Pisa (Höhe: 2671m, Homepage: www.rifugiotorredipisa.it)
Beschreibung:
Latemartürme und Latemarspitze
westl. und östlicher Latemarturm,
rechts die Latemarspitze
Die meisten kennen den Latemar von den vielen Fotos des Karrersees, wo dieser sich mit seinen bizarren Felsspitzen im Wasser widerspiegelt. Sicherlich ist diese Seite für jeden sehr beeindruckend, aber es gibt dahinter ein seilversicherten Klettersteig, der selbst für Anfänger leicht zu gehen ist. Wir, Alfons und ich wollen diesen mal angehen. Mit der Seilbahn erreichten wir zuerst von Obereggen aus unseren Ausgangspunkt Oberholz in 2096m Höhe. Hier folgten wir den zuerst leicht ansteigenden Weg 22 in Richtung Latemarhütte (Rif. Torre di Pisa), dann wurde es zunehmend steiler, teilweise ging es im Geröllkar hoch. Zwischen den Felsspitzen entlang und auf den mit Treppen ausgelegten Pfad zur 2671m hoch gelegenen Hütte. Von dort hat man einen traumhaft schönen Blick auf den Latemar, in Ferne die Marmolada, den Monte Pelmo und die imposanten Felszacken der Palagruppe. Nach kurzer Rast ging es in nördlicher Richtung (Weg 516) durch ein felsiges Gelände und danach auf einem Geröllweg zur Erzlahnscharte abwärts. Von dort im Auf und ab zur Rotlahnscharte (2685m), wo es noch kurz eine Rast gab. Wir zogen währenddessen unsere Klettersteigausrüstung und den Steigschlaghelm an. Zum Einstieg in den Klettersteig ging es mit leichter Kraxelei etwa 40 Meter hoch. Danach verlief es gesichert an den einzelnen Felsspitzen in östlicher Richtung (Schwierigkeitegrad A/B) weiter. Nach etwa 40 Minuten zweigten wir in einen nicht markierten Pfad (keine Seilsicherung) zum Östlichen Latemarturm hoch. Wir erreichten nach 115 Höhenmeter Aufstieg das kleine Gipfelplateau des Östlichen Latemarturms mit einer bronzenen Madonna-Statue im Felsblock. Bei einer Pause genossen wir dort die fantastische Rundumsicht, auf die Berge des Rosengarten, Langkofel und der Sellagruppe. Wir erschlossen uns weiter zum Biwak E. Rigatti in der Großen Latermarscharte (2650m) unterhalb der Latemarspitze zu gehen. Am östlichen Felsenrand ging zum markierten Weg abwärts, wo wir an einem weiteren Klettersteigabschnitt ankamen. Gesichert querten wir die mit Klammern versehene Schlüsselstellle (B), danach in einen Kamin abwärts und die Biwakhütte war bald erreicht. So jetzt mussten wir uns beeilen und pünktlich an der Bergstation zurück zu sein. Unser Rückweg (Weg-Nr. 18) verlief erstmal abwärts, dann wieder aufwärts und auf einem Band zur Rotlahnscharte zurück. Weiter zur Gamsstallscharte (2590m) hoch und im Auf und ab durch eine bizarre "Mondlandschaft", bis wir am eigentlichen Abstiegsweg ankamen. Mit dem Sonnenuntergang ging es auf den serpentinenreichen Weg zum Bergstation Oberholz zurück.

Der Latemar-Klettersteig bietet während der Durchquerung immer wieder sehr imposante Abschnitte, was aber die Schwierigkeit betrifft, bot dieser für uns keine Herausforderung.

   Bilder zur Wanderung (3/4/3)

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